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CME-Fragebogen | 10 Fragen

Den Schlaganfall verhindern

Dr. med. Ulrich Scharmer (Aktualisierung des Beitrags von Dr. Beate Fessler)

GĂĽltig bis: 12.09.2024
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ZUSAMMENFASSUNG

Aufgabe von Hausärztinnen und Hausärzten ist es, Patienten nach einem Schlaganfall bestmöglich zu versorgen. Sie sollten aber auch Risikopatienten erkennen und durch eine optimale Patientenführung dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu einem Gefäßverschluss oder einer Blutung im Gehirn kommt.

Die Hypertonie ist der Risikofaktor Nummer 1 für einen Schlaganfall. Anzustreben ist deshalb ein Blutdruck unter 140/90 mmHg. Im Einzelfall kann das Ziel aber niedriger oder höher sein. Darüber hinaus empfehlenswert: Restriktion von Salzkonsum, Zigaretten und Alkohol sowie regelmäßiges körperliches Training. Ebenfalls unverzichtbar ist ein Blick auf die Lipide und den Blutzucker. Um die Patienten von primärpräventiven Maßnahmen zu überzeugen, bietet sich im hausärztlichen Bereich der Risikokalkulator „arriba“ an.

Für die Thrombozytenaggregationshemmung in der Sekundärprophylaxe stehen Acetylsalicylsäure (ASS) und Clopidogrel zur Verfügung. Liegt keine Indikation für eine orale Antikoagulation (OAK) vor, soll ASS oder Clopidogrel empfohlen werden. Eine duale Plättchenhemmung hat sich den Einzelsubstanzen nicht als überlegen erwiesen. Sie kann bei erhöhtem Risiko für begrenzte Zeit überlegt werden.

Eine orale Antikoagulation ist indiziert in der Schlaganfallprophylaxe bei nicht valvulärem Vorhofflimmern (nv-VHF). Dafür stehen Vitamin-K-Antagonisten (VKA) und direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) zur Verfügung. Unter VKA sind ein regelmäßiges Therapiemonitoring mit Bestimmung des INR-Werts sowie eine etwaige Dosisanpassung erforderlich. DOAK werden als Fixdosis gegeben und erfordern keine regelmäßige Gerinnungskontrolle. Die vergleichsweise kurze Halbwertszeit der DOAK kann bei Patienten mit mangelnder Adhärenz allerdings problematisch sein. Die Nierenfunktion bedarf bei der Wahl der Therapie besonderer Beachtung.

Ob ein VKA oder ein DOAK die bessere Strategie ist, wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Aufgrund der aktuellen Datenlage ist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) der Auffassung, „dass zur Antikoagulation bei nv-VHF neben dem Einsatz eines VKA inzwischen auch die Anwendung eines DOAK vertretbar ist.“ Die Entscheidung für einen VKA oder ein DOAK sollte sich ebenso wie die Auswahl des DOAK nach der klinischen Gesamtsituation, Begleiterkrankungen, Komedikation und Präferenz der Patienten richten. Risiken und möglicher Nutzen des Antikoagulans müssen individuell abgewogen werden. Ähnliche Aussagen finden sich in der aktuellen S3-Leitlinie „Schlaganfall“ der DEGAM.

Jenseits der Medikation müssen die individuellen Bedürfnisse der Schlaganfallpatienten berücksichtigt und gezielte Interventionen angeboten werden. Dazu gehören bei Bedarf eine adäquate Schmerztherapie, Sprachtherapie bei Aphasie oder auch ein Dysphagie-Assessment bei Schluckbeschwerden. Über sozialstaatliche Leistungen ist aufzuklären.

Eine OAK kommt auch bei kardiologischen Krankheitsbildern in Betracht, so etwa in Kombination mit ASS und Clopidogrel bei Patienten mit Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom oder Stentimplantation. Hier gibt es Hinweise, dass eine Kombination aus einem ADP-Rezeptorblocker mit einem DOAK günstiger sein könnte als mit einem VKA und dass Dreifachkombinationen aus ADP-Rezeptorblocker, OAK und ASS das Blutungsrisiko eher erhöhen.

VNR: 2760909012953790015
Douglas – stock.adobe.com (modifiziert)

1. Die nicht medikamentösen Strategien zur Schlaganfallprävention umfassen NICHT

A
B
C
D
E

2. Das Blutdruckziel (Sprechstundenwert) gemäß der NVL Hypertonie von 2023

A
B
C
D
E

3. In den Risikoscore CHAâ‚‚DSâ‚‚-VASc geht NICHT ein

A
B
C
D
E

4. Ein CHA₂DS₂-VASc-Score von 4 geht mit einem jährlichen Schlaganfallrisiko von … einher

A
B
C
D
E

5. Die Scores CHAâ‚‚DSâ‚‚-VASc und HAS-BLED haben eines der folgenden Merkmale gemeinsam

A
B
C
D
E

6. FĂĽr die Dosisanpassung der folgenden DOAK trifft zu:

A
B
C
D
E

7. Die STANDARDDOSIS für die folgenden DOAK beträgt

A
B
C
D
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8. FĂĽr die Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten gilt:

A
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C
D
E

9. Kommt es unter einem DOAK zu einer Blutung, gilt:

A
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C
D
E

10. FĂĽr die Rehabilitation nach Schlaganfall gilt NICHT:

A
B
C
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